DIE EINSAMKEIT DER KROKODILE

Regie: Jobst Oetzmann

In Co-Produktion mit ZDF

Verleih: Prokino • Kinostart: 2001 • Vertrieb: Bavaria Media

Cast: Thomas Schmauser, Janek Rieke, Julia Jäger, Ernst Stötzner, Rosemarie Fendel

Festivals & Auszeichnungen:
- International Film Festival Hof 2000
- Kinofest Lünen: Zuschauerpreis
- nominiert für den Max-Ophüls Preis
- Bayerischer Filmpreis: Produzentenpreis
- International Hong Kong Festival 2001
- The Williamsburg Brooklyn Film Festival 2001
- Bayerische Kulturwoche Moskau 2001
- Bayerische Kulturwoche Kairo, Museum of Modern Art New York, Cinema Européen de Strasbourg, Taipeh Golden Horse


Regie/Drehbuch
Produzenten
Kamera
Casting
Ton
Kostüm
Maske
Schnitt

Jobst Oetzmann
Molly von Fürstenberg, Harry Kügler
Hanno Lentz
Nessie Nesslauer
Andreas Wölki
Christina Schnell
Rosemarie Raasch-Machac, Thorsten Weiß
Christl Suckow



Wer als Kind in der elterlichen Metzgerei Geige spielt, während der Vater ungerührt sein Schlachtvieh zerteilt, dem steht ein Leben voller Widersprüche bevor, das nicht leicht zu meistern und schon gar nicht ungefährlich ist. Günther, studierter Fleischer-
sohn aus Ostwestfalen, gilt in seinem Heimatdorf nicht nur wegen seiner musischen Begabung als Sonderling. Er bringt seine Eltern gegen sich auf, weil er nachts mit den Schweinen des Bauern spazieren geht, um ihnen etwas anderes zu zeigen als
die Schlachtbank, er irritiert seinen Professor schwer, weil er darauf besteht, über „Platon und die Apachen" zu schreiben, und er reizt seine Altersgenossen zum Spott, weil er sich nicht für die Mädchen im Dorf interessiert. Doch ist diese sanfte, schüchterne Schrulligkeit wirklich Grund genug, um freiwillig aus dem Leben zu scheiden?

Dem jungen Hamburger Journalisten Elias erscheint der angebliche Freitod seines ent-
fernten Cousins als allzu glattes Ende eines skurrilen Einzelgängers, deshalb begibt er sich vor Ort, um zu recherchieren. Als ausgerechnet seine Wirtin Heike, die attrak-
tivste Frau des Dorfes, ihm ihre Sympathien schenkt, hat er gleich alle Männer des Dorfes gegen sich und findet sich selbst in der Rolle des beargwöhnten Außenseiters wieder. Auch Günthers Eltern scheinen nicht im geringsten erfreut, dass jemand sich noch posthum für ihren ,,unnormalen“ Sohn interessiert. Aber Elias verfolgt unbeirrt die wenigen Spuren, die sich ihm bieten.

Überraschenderweise und auf bizarren Umwegen fuhren sie ihn zu Mary, einer lebens-
lustigen, schwarzen Amerikanerin, die ihm die Geschichte ihrer ungewöhnlichen Liebe zu dem schüchternen Günther erzählt. Die beiden hatten einen großen Traum, des-
sen Erfüllung Günther ein völlig neues Leben beschert hätte, doch die Verbindung zwischen ihnen ist plötzlich abgerissen. Elias ist sich jetzt sicher, dass er dabei ist, einen mysteriösen Mordfall aufzudecken.


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